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Erreichen wir das 1,5 Grad-Ziel?

Bei ungebremsten Emissionen könnte bis Ende des Jahrhunderts die Erwärmung im weltweiten Durchschnitt mehr als vier Grad Celsius betragen.¹Auf dem UN-Klimagipfel von Paris im Jahr 2015 wurde beschlossen, dass der globale Temperaturanstieg auf „deutlich unter zwei Grad Celsius“ gegenüber vorindustriellem Niveau begrenzt werden soll möglichst sogar auf 1,5 Grad. Setzt sich der bisherige Erwärmungstrend fort, so könnte diese Grenze jedoch bereits in gut einem Jahrzehnt überschritten werden.²

Das Bild zeigt in Form eines Barometers, wie sich die aktuelle Politik auf den Anstieg der globalen Mitteltemperatur auswirkt. Mit den jetztigen Maßnahmen würde die Erwärmung nur auf etwa 2,8 °C begrenzt, nicht auf die angezielten 1,5°C
Das Bild zeigt in Form eines Barometers, wie sich die aktuelle Politik auf den Anstieg der globalen Mitteltemperatur auswirkt. Mit den jetztigen Maßnahmen würde die Erwärmung nur auf etwa 2,8 °C begrenzt, nicht auf die angezielten 1,5°C
Climate Action Tracker
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Climate Action Tracker

Wollen sie das Übereinkommen von Paris umsetzen, müssen die Staaten weltweit ihre Klimaschutzanstrengungen schnell und drastisch verstärken. Die aktuelle Politik würde bis Ende des Jahrhunderts immer noch einen Anstieg um rund drei Grad Celsius ergeben. Selbst alle Zusagen für Emissionsminderungen, die bisher von den Regierungen gemacht wurden, genügen lediglich für eine Begrenzung der Erwärmung auf rund 2,8 Grad.³ Daran ändern auch die kurzzeitigen Verringerungen der Treibhausgas-Emissionen während der Covid19-Pandemie nichts.

Das vom Menschen ausgestoßene Kohlendioxid bleibt sehr lange in der Lufthülle der Erde. Je nach freigesetzter Menge verbleiben zwischen 15 und 40 Prozent bis zu 2.000 Jahre in der Atmosphäre.Die Erwärmung, die bereits durch menschengemachte Emissionen von Treibhausgasen verursacht wurde, wird deshalb für Jahrhunderte bis Jahrtausende bestehen bleiben. Sie wird langfristige Änderungen im Klimasystem bewirken, wie zum Beispiel weiteren Meeresspiegelanstieg oder Verluste an Artenvielfalt – und damit verbundene, schwerwiegende Folgen für den Menschen.

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