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06.11.2026

Direct Air Capture: Helmholtz-Lösungen auf der COP31

Eine Hand, die ein Vergrößerungsglas mit einem CO2-Reduktionssymbol hält
Eine Hand, die ein Vergrößerungsglas mit einem CO2-Reduktionssymbol hält
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Prof. Dr. Roland Dittmeyer (KIT) und Dr. Mak Dukan (Forschungszentrum Jülich) bringen ihre Expertise zum Thema Direct Air Capture, die direkte Abscheidung von CO₂ aus der Umgebungsluft, auf der Weltklimakonferenz ein. Wir haben im Vorfeld der COP mit Mak Dukan gesprochen: welche Lösungen bringt er mit nach Antalya? 

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Dr. Mak Dukan | "Damit DAC skaliert, braucht es technologische Fortschritte, gesellschaftliche Akzeptanz und politische Unterstützung."

Mak Dukan ist Wissenschaftlicher Projektleiter des DACStorE-Projekts und Principal Investigator für Technology Assessment am Institut für Klima- und Energiesysteme (ICE-2) des Forschungszentrums Jülich. 

Expertise

Sie reisen zur COP. Welche Lösungen bringen Sie nach Antalya mit?

"In Antalya sprechen wir über Direct Air Capture (DAC), eine der Technologien zur CO₂-Entnahme, die wir brauchen, um die Erwärmung auf 1,5 bis 2 °C zu begrenzen. Der große Vorteil: DAC ist nicht an einen Standort oder eine feste Rohstoffversorgung gebunden und kann CO₂ fast überall abscheiden. Noch braucht es viel Energie, doch eine höhere Abscheideeffizienz, etwa durch langlebigere und bindungsstärkere Sorbentien , wird das ändern. Auf der COP haben wir zwei Veranstaltungen: Im Think Negative Pavilion geht es mit Partnern aus Kenia, darunter Octavia Carbon, um die verantwortungsvolle Entwicklung von DAC in Afrika. In einem offiziellen Side Event zeigen wir, wie CO₂ aus DAC dauerhaft in Beton gebunden werden kann, um Zement zu dekarbonisieren."

Mak Dukan

Dr. Mak Dukan, Wissenschaftlicher Projektleiter am Forschungszentrum Jülich

Welche Erkenntnis aus Ihrem Forschungsbereich sollte sich in den Ergebnissen der COP31 widerspiegeln?

"Bei der diesjährigen COP geht es um Kreislaufwirtschaft und eine Zero-Waste-Gesellschaft. DAC passt dazu, weil das CO₂ als Rohstoff für Industrien wie Zement oder nachhaltige Flugkraftstoffe dienen kann. Unser Projekt DACStorE konzentriert sich auf Abscheidung und Speicherung von CO₂, aber wir bringen auch Wissen über die Kosten von DAC weltweit mit. Im DAC Atlas (www.dacatlas.com) sieht jeder diese Kosten weltweit und für Deutschland bis auf Ebene der Bundesländer und in Abhängigkeit von Wetterlagen, der Verfügbarkeit von erneuerbaren Energien und Finanzierungsmöglichkeiten. Damit DAC skaliert, braucht es technologische Fortschritte, gesellschaftliche Akzeptanz und politische Unterstützung."

Wo sind wissenschaftliche Erkenntnisse aus Ihrem Forschungsbereich in den vergangenen Jahren bereits aufgegriffen worden? Was ist gut gelaufen?

"In DACStorE haben wir die Kosten verschiedener DAC-Technologien weltweit für 2030 und 2050 aufgezeigt und dargestellt, wie sie je nach Region und Wetterlage variieren. Wir haben neue Technologien untersucht und deutliche Verbesserungen erzielt, etwa Sorbentien mit einer höheren CO₂-Aufnahmekapazität. Wir analysieren die Umweltwirkungen von DAC detailliert aus der Lebenszyklusperspektive und erforschen neue Geschäftsmodelle und Technologien, zum Beispiel die Integration von DAC in Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen (HVAC). Außerdem arbeiten wir an der gesellschaftlichen Akzeptanz von DAC. Unsere Forschung zeigt: Sie ist nicht selbstverständlich und muss erst geschaffen werden. Zudem bilden wir rund 17 Promovierende aus, die nächste Generation in diesem Feld."

DACStorE und DAC Atlas

Unser Projekt DACStorE konzentriert sich vor allem auf die Abscheidung und Speicherung von CO₂. Darüber hinaus liefern wir Erkenntnisse zu den Kosten von DAC-Technologien weltweit. 

DACStorE

Im DAC Atlas können die Kosten für verschiedene Regionen rund um den Globus eingesehen werden – in Deutschland sogar auf Ebene der einzelnen Bundesländer.

DAC Atlas

  • Mittwoch, 11. November 2026, 10:00 bis 12:00 Uhr, Think Negative Pavilion Responsible Direct Air Capture in East Africa (mit Dr. Mak Dukan und Prof. Dr. Roland Dittmeyer, KIT)
  • Dienstag, 17. November 2026, 18:30 bis 20:00 Uhr, UNFCCC Side Event Responsible Direct Air Capture in East Africa: Linking Circular Carbon Management and Industry (mit Dr. Mak Dukan und Prof. Dr. Roland Dittmeyer, KIT)