Projekt: Roadmap & Szenarien

Teilnehmende Zentren: HZG, DLR, FZJ, GEOMAR, UFZ

Kontaktpersonen: Daniela Jacob, Daniela.Jacob@hzg.de, Daniela Thrän, daniela.thraen@ufz.de, Andreas Oschlies, aoschlies@geomar.de, Sonja Simon, Sonja.Simon@dlr.de

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Projekt 1 besteht aus zwei Teilprojekten, die in einem engen Informationsaustausch die vielversprechendsten Beiträge für ein CO-neutrales Deutschland bis 2050 im Hinblick auf die deutschen Rahmenbedingungen bewerten und in einer Pilot-Roadmap zusammenführen.

Teilprojekt 1.1

Ziel ist, die Hauptergebnisse der in Cluster I durchgeführten Projekte und Fallstudien zu bündeln und zielgruppengerecht darzustellen. In einer Matrix werden die Methoden und Konzepte zur CO-Entnahme, -Nutzung und -Speicherung bewertet. Diese werden im engen Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern sowie Stakeholdern diskutiert und hinsichtlich ihrer sozialen Akzeptanz sowie politischen und wirtschaftlichen Machbarkeit analysiert. In einem interaktiven Web-Atlas werden die CO-Speicherpotenziale unterschiedlicher Technologien und Maßnahmen deutschlandweit dargestellt sowie auf weitere Initiativen im Bereich CO-Neutralität hingewiesen. Die Pilot-Roadmap fasst schließlich die vielversprechendsten Beiträge aus der Wissenschaft zusammen. Somit fungiert Projekt 1.1 als interdisziplinäre Pilotstudie, um die Entwicklung einer Roadmap für ein CO-neutrales Deutschland bis Mitte des Jahrhunderts wissenschaftlich zu untermauern.
Das Teilprojekt beinhaltet zudem zwei Fallstudien, in denen zum einen Strategien für CO-neutrale Städte erarbeitet und praktisch erprobt werden und zum anderen eine Roadmap erstellt wird, die zeigt, wie sich die Helmholtz-Gemeinschaft bis 2050 in Richtung CO-Neutralität entwickeln kann.

Teilprojekt 1.2

Vor einer besonderen Herausforderung, wenn es darum geht, die globale Erwärmung einzugrenzen, steht die Energieversorgung. Welche Möglichkeiten gibt es, Systeme so umzuwandeln, dass sie den Energiebedarf decken und gleichzeitig Treibhausgase einsparen? Teilprojekt 1.2 nutzt Modelle, um Energieszenarien zu entwickeln, die alle relevanten Emissionspfade abbilden und sich auf das CO-Budget begrenzen. Der integrierte Ansatz betrachtet mögliche technische Optionen, welchen Beitrag sie leisten können, um Treibhausgase zu mindern sowie ihre systemischen Wechselwirkungen. Ein Modellverbund bewertet die verschiedenen Energieszenarien hinsichtlich ökonomischer, ökologischer und sozialer Perspektiven. Durch eine Anbindung von Lebenszyklusanalysen können CO-Emissionen durch weitere klimarelevante Emissionen ergänzt und die Auswirkungen von Entwicklungsverläufen auf zukünftige Energiesysteme und Lebensräume erfasst werden.

Aspekte des Marktdesigns, regulatorische Rahmenbedingungen und daraus resultierende Investitionsanreize werden ebenso einbezogen wie Nutzerperspektiven auf zentrale gesellschaftliche Aspekte.