Manuel Berkel

Wahl-O-Maten fürs Klima

Vor der Bundestagswahl streiten die Parteien über die richtigen Wege zum Klimaschutz. Mehr Überblick wollen Wahlchecks und Anleitungen zu Gesprächen mit den Kandidat*innen schaffen – die meisten stammen von Umweltorganisationen.

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Meinungen der Kandidat*innen

Bei diesen und anderen Spitzenduellen bleibt eins meist unerwähnt: die klimapolitischen Überzeugungen der Bundestagskandidat*innen in den Wahlkreisen im ganzen Land. Diese Meinungen  möchte die Website Wählbar2021 sichtbar machen. Für Hunderte Kandidat*innen lässt sich dort vergleichen, ob sie 19 vordefinierte Maßnahmenpakete zum Klimaschutz unterstützen – von der Kreislaufwirtschaft über den Abbau klimaschädlicher Subventionen bis zu natürlichen und künstlichen Kohlenstoffsenken. 

Gespräche mit Abgeordneten

Auf Gespräche mit Wahlkreisabgeordneten vor Ort setzt auch die Organisation GermanZero. Die Nichtregierungsorganisation (NRO) hat einen Maßnahmenkatalog erarbeitet, mit dem Deutschland nach Einschätzung von GermanZero seinen Beitrag leisten könnte, die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen. Aus den Maßnahmen will GermanZero bis Ende 2021 konkrete Gesetzesvorschläge entwickeln. Bürger*innen möchte GermanZero animieren, sich zu Lokalgruppen zusammenzuschließen und gemeinsam in Politikgesprächen mit Abgeordneten und Kandidat*innen für eine 1,5-Grad-konforme Politik zu werben. Dazu stellt die NRO Informationsmaterial bereit.

Gespräche mit Wähler*innen

Viele klimainteressierte junge Menschen haben das Wahlalter noch nicht erreicht. Die Umweltorganisation Greenpeace will sie deshalb ins Gespräch mit stimmberechtigten Familienmitgliedern bringen. Über die Website Vote4me bietet Greenpeace unter anderem Karten mit Fragen an, die Gespräche über den Klimawandel einleiten sollen. Mit der Aktion möchte die NRO die Eltern- und Großelterngeneration dazu bewegen, im Interesse der Jungen für den Klimaschutz zu stimmen.