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28.05.2026

Strukturwandel im Vergleich: Lausitz trifft Ecuador

Bergheider See Lausitz
Bergheider See Lausitz
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Adobe Stock - Stanford Lone

So fern und doch so nah: Was haben Transformationsprozesse in der Lausitz und in Ecuador gemeinsam? Tausende Kilometer voneinander entfernt erleben beide Regionen einen tiefgreifenden Strukturwandel, in dem die Energiegewinnung grundlegend reformiert wird: In Ecuador erfolgt der Wandel vom Erdöl hin zum Bergbau, in der Lausitz vom Braunkohlebergbau hin zu erneuerbaren Energien. Trotz der geografischen Distanz stehen beide Regionen vor ähnlichen Fragen: Welche Auswirkungen hat der Wandel auf die betroffenen Dörfer und den Arbeitsmarkt? Wie kann die Bevölkerung besser in die Transformationsprozesse eingebunden werden? Und wie versuchen politische Parteien, die Unsicherheit vieler Einwohner:innen für ihre eigenen Interessen zu instrumentalisieren?

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Wir sprechen mit Josefina Lehnen, Anthropologin und von Februar bis Juni 2025 Fellow in der Forschungsgruppe Ökopolitik und gerechte Transformation am Forschungsinstitut für Nachhaltigkeit (RIFS) am GFZ Potsdam. Sie beschäftigt sich mit einer gerechten Transformation (Just Transition) zu Nachhaltigkeit von und für den Globalen Süden, mit einem Fokus auf Lateinamerika. Dafür untersucht sie partizipative Demokratieprozesse im Kontext von Bergbau und Erdölförderung in Ecuador und versucht gleichzeitig, Verbindungen zu nachhaltigen Transformationsprozessen in Deutschland zu knüpfen. 

Josefina Lehnen diskutiert in dieser Folge mit Wolfgang Roick. Er ist seit 2014 Mitglied des Landtages Brandenburg für die SPD. Er ist aktuell stellvertretender SPD-Fraktionsvorsitzender im Landtag Brandenburg und sitzt im Ausschuss für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz. Der studierte Förster arbeitete von 1998 bis 2014 in der Forstverwaltung Brandenburg. Seit 2020 leitet er den Sonderausschuss Lausitz, um den Strukturwandel in der Lausitz zu begleiten.