Projekt: Urbane Systeme

Beteiligte Zentren: UFZ, HZDR, GFZ, DLR, HZG

Kontakt: U. Schlink, G. Lecrivain, I. Heinrich, T. Esch, X. Zhu, R. Weisse, S. Knapp

Artikel teilen

Klimaveränderungen wirken sich in Städten besonders extrem aus: Wärmeinseln entstehen, Dürren, Unwetter und Überschwemmungen beeinträchtigen die menschliche Gesundheit sowie die grüne und bebaute Infrastruktur. Daher muss auf die klimawandelbedingten Gefahren mit detailgenauen Verfahren reagiert werden, die nach dem Stand der Technik in der Lage sind, negative Folgen zu erfassen. Solche Verfahren müssen vor allem die extrem kleinräumigen urbanen Klimaauswirkungen berücksichtigen. Unser Forschungsprojekt „Urbane Systeme“ verfolgt eine systemische Perspektive, um gezieltere und effektivere Klimaanpassungsmaßnahmen im Städtebau zu fördern. Erste Ergebnisse zeigen die Details des Wärmeinseleffektes auf Quartiersebene anhand verschiedener Karten, die als Unterstützung für eine klimaangepasste Stadtplanung fungieren können.

Insbesondere mit Blick auf Küstenstädte werden bestehende und zukünftige Szenarien sowie die Auswirkungen von urbaner Extremhitze, Dürre und Wind in Deutschland aufbereitet und analysiert. Küstenstädte und verstädterte Küstengebiete (on- und offshore) sind besonders verwundbar und zudem Sturmfluten und Extrem-Wellen sowie kaskadierenden Ereignissen – etwa die gleichzeitige Überflutung von Meer und Hinterland - ausgesetzt. Unsere Untersuchung wird eine umfassende Bewertung der klimabedingten Risiken für eine Reihe von Schlüsselstädten vorlegen, die unter Klimaextremen leiden. Sie kann auf weitere Regionen ausgedehnt werden, die für verwandte Projekte relevant sind.