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Wie wirkt sich die Erderwärmung auf unsere Tiere und Pflanzen aus?

Weltweit hat der Temperaturanstieg bereits zu einer Verschiebung von Klimazonen geführt und damit zu teils tiefgreifenden Veränderungen der Verbreitungsgebiete von Pflanzen und Tieren.¹ Auch in Deutschland ist schon zu beobachten, dass sich verschiedene Pflanzen weiter ausbreiten, etwa das ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammende Affen-Knabenkraut nach Norden oder die schon länger im Westen Deutschlands heimische Stechpalme nach Norden und Osten. Dasselbe ist auch bei krankheitsübertragenden Insekten wie der Asiatischen Tigermücke zu beobachten. Der Klimawandel verändert zudem Entwicklungsphasen von und Wechselbeziehungen zwischen Organismen: Zugvögel kommen früher zurück. Bei Fischen wurde eine frühere Laichzeit nachgewiesen. Blühzeitpunkte von Pflanzen verschieben sich, sodass sie nicht mehr zum Lebenszyklus der sie bestäubenden Insekten passen.²

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Die Grafik zeigt, wie sich der Klimawandel auf den Lebenszyklus von Tieren und Pflanzen auswirkt. Eine große Folge ist, dass sich die Jahreszeiten verschieben und nicht mehr zeitlich zum Brutablauf bei Vögeln und zur Blütezeit von Pflanzen passen.
Die Grafik zeigt, wie sich der Klimawandel auf den Lebenszyklus von Tieren und Pflanzen auswirkt. Eine große Folge ist, dass sich die Jahreszeiten verschieben und nicht mehr zeitlich zum Brutablauf bei Vögeln und zur Blütezeit von Pflanzen passen.
Auswirkungen Klimawandel auf Pflanzen und Tiere
©
DWD

Daten des Deutschen Wetterdienstes belegen, wie sich insgesamt die Vegetationsphasen verändert und verschoben haben: Der sogenannte phänologische Frühling beginnt heute im Mittel schon rund zwei Wochen früher als vor einigen Jahrzehnten. Der phänologische Herbst beginnt früher und dauert dadurch länger. Hingegen hat sich der phänologische Winter von durchschnittlich 120 Tagen pro Jahr auf nur noch 102 Tage verkürzt.³

Der Klimawandel bedroht auch die Artenvielfalt. Eine Analyse von 500 ausgewählten heimischen Tierarten im Auftrag des Bundesamtes für Naturschutz ergab, dass der Klimawandel für 63 von ihnen ein hohes Risiko darstellt; am stärksten betroffen sind Schmetterlinge, Weichtiere (z. B. Schnecken) und Käfer.