Dr.
Stefanie Castell

Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI)
Infektionsforschung
Borreliose
One Health
Digitalisierung von Infektionsforschung

Stefanie Castell ist stellvertretende Leiterin der Abteilung Epidemiologie am HZI. Sie beteiligt sich an verschiedensten epidemiologischen Studien in der Allgemeinbevölkerung und untersucht damit die Verbreitung und Risikofaktoren von Infektionskrankheiten. Sie erforscht den Einfluss des Klimawandels auf die Ausbreitung von Infektionskrankheiten und beschäftigt sich mit den Konzepten „Planetary Health“ and „One Health“, die Zusammenhänge zwischen der Gesundheit der Menschen, Tieren und der Gesundheit der Ökosysteme beschreibt. 

Sie hat zum Beispiel erforscht, wie sich der Klimawandel auf Borreliose auswirkt. Ein weiterer Schwerpunkt sind digitale Anwendungen. Unter ihrer Leitung wurde ein eResearch System entwickelt (https://helmholtz.software/software/pia), mit dem Teilnehmer:innen an Studien Daten unkompliziert selbst eingeben können oder mit welcher epidemiologische Langzeitstudien komplett durchgeführt werden können.

Stefanie Castell steht für Gespräche oder Interviews zur Verfügung zu den Themen: 

  • Infektionsforschung, Langzeitkohortenstudien
  • Borreliose inkl. Auswirkungen des Klimawandels und Umweltfaktoren auf Infektionen
  • Planetary Health, One Health
  • Digitalisierung von Infektionsforschung 

Stefanie Castell ist stellvertretende Leiterin der Abteilung Epidemiologie am HZI und leitet auch das Team Klima, Kohorten und PIA. Sie führt Langzeitkohortenstudien durch, insbesondere im Rahmen der NAKO-Gesundheitsstudie, der größten Gesundheitsstudie Deutschlands. Sie untersucht den Einfluss von Umweltfaktoren und des Klimawandels auf die Ausbreitung von Infektionskrankheiten.

Stefanie Castell untersucht, welchen Einfluss der Klimawandel auf Borreliose hat, die durch Zecken übertragen wird. Der Klimawandel verändert die Lebensbedingungen für Zecken und könnte die Infektionsrisiken auch in Deutschland verschieben. Bei ihrer Untersuchung bezieht Stefanie Castell auch serologische Daten aus der NAKO- Gesundheitsstudie mit ein (www.nako.de). 

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Entwicklung des freien Open-Source-eResearch Systems PIA („Prospektive Monitoring und Management-App“), die unter ihrer Leitung als digitales Instrument für epidemiologische Langzeitstudien entwickelt wurde. PIA ermöglicht die Erfassung von verschiedensten Daten und wird zum Beispiel im Projekt von Stefanie Castell in der NAKO-Studie eingesetzt, das Symptome von Atemwegs- und Harnwegsinfektionen erfasst.

Stefanie Castell beschäftigt sich auch mit der „One Health“-Perspektive, die die Gesundheit von Menschen, Tieren und Ökosystemen als vernetzt betrachtet. Sie trägt mit ihrer Forschung dazu bei, dass die Auswirkungen von Umweltfaktoren und des Klimawandels auf die Gesundheit besser verstanden werden. 

  • seit 2016: stellvertretende Abteilungsleiterin Epidemiologe, Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI)
     
  • seit 2012: Epidemiologin, HZI
     
  • Studium der Epidemiologie
     
  • 2009: Fachärztin für Physikalische und Rehabilitative Medizin
     
  • Promotion
     
  • Studium der Humanmedizin
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