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13.01.2026

Stellungnahme zum Klimaschutzprogramm der Bundesregierung eingereicht

Mann am Computer mit digitalen Umweltrecht-Zeichen
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Adobe Stock / Wanan

Helmholtz KLIMA hat im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung zum Klimaschutzprogramm der Bundesregierung gemeinsam mit Helmholtz SynCom eine Stellungnahme eingereicht. Das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) erarbeitet das Klimaschutzprogramm zur Zeit gemäß § 9 des Bundes-Klimaschutzgesetzes. Zur Stellungnahme trugen Forschende aus acht Helmholtz-Zentren bei. 

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Die Bundesregierung plant im März 2026 ein aktuelles Klimaschutzprogramm vorzulegen. Im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung hat das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) Länder, Kommunen, Verbände und wissenschaftliche Gremien dazu eingeladen, fachliche Stellungnahmen einzubringen. Ziel ist es, geeignete Maßnahmen zur Erreichung der Klimaziele zu identifizieren.

Helmholtz KLIMA und Helmholtz SynCom haben in diesem Beteiligungsprozess eine fachliche Stellungnahme eingereicht, an der sich 21 Wissenschaftler:innen aus acht Helmholtz-Zentren beteiligt haben.

Im Kern empfehlen die Helmholtz-Forschenden, die verbleibenden Emissionslücken mit einem Mix verschiedener konkreter Maßnahmen zu schließen. Genauer wird ein schnellerer Ausbau von Erneuerbaren Energien empfohlen, flankiert durch Netze, Speicher und Flexibilitäten, damit das Stromsystem die Dekarbonisierung anderer Sektoren tragen kann. Gleichzeitig richtet sich der Blick auf die bekannten Problemfelder Verkehr und Gebäude. Dort brauche es wirksame Instrumente und verlässliche Rahmenbedingungen, die Investitionen auslösen und Maßnahmen skalieren – statt kleinteiliger Programme, die Wirkung versprechen, aber die Lücke nicht schließen. Besonders nachdrücklich verweist die Stellungnahme auf die natürlichen Senken: Meere, Böden, Wälder und Moore müssten konsequent gestärkt und abgesichert werden – mit wirksamer Agrar- und Forstpolitik sowie ordnungsrechtlichen Leitplanken. Ohne stabile Senken drohten zusätzliche Zielverfehlungen, die sich später kaum noch aufholen lassen. Als entscheidend für Glaubwürdigkeit und Steuerungsfähigkeit benennen die Forschenden zudem die Governance: klare Zuständigkeiten, eine stärkere Verzahnung von Klimaschutz und Klimaanpassung - ausdrücklich auch im Hinblick auf Wasserextreme - sowie ein Monitoring, das Wirkung und Zielerreichung transparent macht und Nachsteuerung ermöglicht.