„Solutions Made in Germany“ für ein wasserresilientes Deutschland von morgen.
Beim KLIMA Lunch der Dialog-Plattform Helmholtz KLIMA kamen 23 Mitarbeiter:innen und Referent:innen des Deutschen Bundestages sowie aus Bundesministerien mit Expertinnen der Helmholtz Wasserinitiative ins Gespräch. Im Zentrum der Veranstaltung stand die Frage, welche Lösungen wir für unsere Wassersicherheit brauchen - heute und morgen.
Wasser ist eine der wichtigsten Ressourcen unseres Jahrhunderts – für das Klima, die Menschen, die Industrie und die Ökosysteme weltweit. Die aktuell sehr niedrigen Pegelstände in vielen Flüssen, Seen und die vielerorts niedrigen Grundwasserstände zeigen, wie angespannt die Situation ist. Damit wird Wasser zu einer Frage von Sicherheit und Resilienz. Welche Lösungen brauchen wir angesichts dieser Herausforderungen, um unsere Versorgung langfristig zu sichern und Deutschland resilienter gegenüber den Folgen des Klimawandels zu machen? Gemeinsam mit der Helmholtz Wasserinitiative haben wir bei einem KLIMA Lunch die Herausforderungen eines klimaresilienten Wassermanagements in den Blick genommen.
Als Expert:innen begrüßten wir Prof. Dr. Magdalena Scheck-Wenderoth, Direktorin des Departments Geosysteme und Sektionsleiterin für Untergrund-Prozessmodellierung am GFZ Helmholtz-Zentrum für Geoforschung sowie Prof. Dr. Dietrich Borchardt, Hydrobiologe und führender Experte im Bereich der aquatischen Ökosystemforschung. Dietrich Borchardt ist Sprecher der Helmholtz Wasserinitiative, die am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung UFZ koordiniert wird.
Expertise
Magdalena Scheck-Wenderoth
Dietrich Borchardt
Systemischer Ansatz mit hohem Anspruch an den Transfer
Dietrich Borchardt stellte in seinem Impuls die Wasserinitiative vor. Er machte deutlich, dass sich der Anspruch der Initiative auch in der Vielzahl und Vielfalt der beteiligten Partner:innen zeige. Von Beginn an gehe es darum, die unterschiedlichen Perspektiven und Kompetenzen zusammenzubringen und damit einen hohen Maßstab für den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Praxis zu setzen, so Borchardt. Im Mittelpunkt der Initiative, an der 13 Helmholtz-Zentren beteiligt sind, steht ein systemischer Ansatz, der verschiedene Kompetenzen zusammenbringt und über Ländergrenzen hinwegdenkt. Denn die Herausforderungen lassen sich nicht isoliert betrachten: Grundwasser, Untergrund, Böden, Ökosysteme und menschliche Nutzungen sind eng miteinander verbunden und beeinflussen sich gegenseitig.
Weiterführende Links
Grundwasser stärker in den Blick nehmen
Anschließend adressierte Magdalena Scheck-Wenderoth in ihrem Impuls das Thema Grundwasser. Als wesentlicher Bestandteil des Wasserkreislaufs bleibt es in öffentlichen Debatten häufig weniger sichtbar als Flüsse und Seen – obwohl Veränderungen des Grundwassers weitreichende Folgen für Ökosysteme, Landwirtschaft, Industrie und die Trinkwasserversorgung haben können. Sie machte u. a. anhand der Satellitenmission GRACE-Follow-On deutlich, wie faszinierend und zugleich relevant Wasserforschung sein kann: Veränderungen der Wasserspeicher der Erde lassen sich aus dem All beobachten. Was am Boden unsichtbar bleibt, wird durch Satellitendaten messbar und hilft, komplexe Zusammenhänge des Wasserkreislaufs zu verstehen.