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15.09.2026

„Solutions Made in Germany“ für ein wasserresilientes Deutschland von morgen.

KLIMA Lunch Wassersicherheit
KLIMA Lunch Wassersicherheit
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Helmholtz KLIMA

Beim KLIMA Lunch der Dialog-Plattform Helmholtz KLIMA kamen 23 Mitarbeiter:innen und Referent:innen des Deutschen Bundestages sowie aus Bundesministerien mit Expertinnen der Helmholtz Wasserinitiative ins Gespräch. Im Zentrum der Veranstaltung stand die Frage, welche Lösungen wir für unsere Wassersicherheit brauchen - heute und morgen. 

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Wasser ist eine der wichtigsten Ressourcen unseres Jahrhunderts – für das Klima, die Menschen, die Industrie und die Ökosysteme weltweit. Die aktuell sehr niedrigen Pegelstände in vielen Flüssen, Seen und die vielerorts niedrigen Grundwasserstände zeigen, wie angespannt die Situation ist. Damit wird Wasser zu einer Frage von Sicherheit und Resilienz. Welche Lösungen brauchen wir angesichts dieser Herausforderungen, um unsere Versorgung langfristig zu sichern und Deutschland resilienter gegenüber den Folgen des Klimawandels zu machen? Gemeinsam mit der Helmholtz Wasserinitiative haben wir bei einem KLIMA Lunch die Herausforderungen eines klimaresilienten Wassermanagements in den Blick genommen.

Als Expert:innen begrüßten wir Prof. Dr. Magdalena Scheck-Wenderoth, Direktorin des Departments Geosysteme und Sektionsleiterin für Untergrund-Prozessmodellierung am GFZ Helmholtz-Zentrum für Geoforschung sowie Prof. Dr. Dietrich Borchardt, Hydrobiologe und führender Experte im Bereich der aquatischen Ökosystemforschung. Dietrich Borchardt ist Sprecher der Helmholtz Wasserinitiative, die am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung UFZ koordiniert wird. 

Expertise

“Wir brauchen Handlungswissen, das mit smarten Daten und Informationstechnologien die komplexen Systemzusammenhänge im Wasserhaushalt faktenbasiert in konkrete, praxistaugliche Lösungen zur Krisenbewältigung, zur nachhaltigen Nutzung und zum Schutz der natürlichen Umwelt überführt. Denn Wassersicherheit bedeutet nicht nur, auf Krisen zu reagieren. Sie bedeutet, heute die Grundlagen für ein wasserresilientes Deutschland von morgen mit „Solutions Made in Germany“ zu schaffen.”

Dietrich Borchardt

Prof. Dr. Dietrich Borchardt
Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ

Grundwasser stärker in den Blick nehmen

Anschließend adressierte Magdalena Scheck-Wenderoth in ihrem Impuls das Thema Grundwasser. Als wesentlicher Bestandteil des Wasserkreislaufs bleibt es in öffentlichen Debatten häufig weniger sichtbar als Flüsse und Seen – obwohl Veränderungen des Grundwassers weitreichende Folgen für Ökosysteme, Landwirtschaft, Industrie und die Trinkwasserversorgung haben können. Sie machte u. a. anhand der Satellitenmission GRACE-Follow-On deutlich, wie faszinierend und zugleich relevant Wasserforschung sein kann: Veränderungen der Wasserspeicher der Erde lassen sich aus dem All beobachten. Was am Boden unsichtbar bleibt, wird durch Satellitendaten messbar und hilft, komplexe Zusammenhänge des Wasserkreislaufs zu verstehen.

"Grundwasser ist eine unsichtbare, essentielle Ressource für die Trinkwasserversorgung, Landwirtschaft und Ökosysteme, die sich klimabedingt verknappt. Um diese Herausforderungen zu meistern, muss systemische Forschung Grundwasserdynamik mit -bedarfen verknüpfen, Wasser, Energie und Vegetation regional zusammen denken, und dafür nötige Daten und Modelle entwickeln."

Magdalena Scheck-Wenderoth

Prof. Dr. Magdalena Scheck-Wenderoth
GFZ Helmholtz-Zentrum für Geoforschung