Aktuelles
15.06.2026

“From Science to Negotiation” – ein deutsch-französischer Dialog über aktuelle Entwicklungen der internationalen Klimapolitik

Gäste der Veranstaltung auf dem Podium in der französischen Botschaft
Die Diskussion rund um Klimaschutz und nachhaltige Transformation muss so viele Akteur:innen wie möglich einschließen – Politik, Wirtschaft, NGOs und die Menschen vor Ort. Wir brauchen lösungsorientierte Narrative und einen breiten Zugang zu wissenschaftlichen Erkenntnissen für alle. Deutschland und Frankreich können auf europäischer und internationaler Ebene eine Vorreiterrolle einnehmen, um die Integrität der Wissenschaft zu wahren und den Klimaschutz auf dem Weg zur Klimaneutralität voranzutreiben.
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Ambassade de France en Allemagne / Monique Ulrich

Am 10. Juni luden Helmholtz KLIMA und die Botschaft Frankreichs in Deutschland zu einer hochrangigen Veranstaltung über aktuelle Entwicklungen der internationalen Klimapolitik ein. Laurence Tubiana, CEO der European Climate Foundation und Architektin des Pariser Klimaabkommens, war zu Gast für ein Kamingespräch und teilte ihre Einschätzungen zu aktuellen politischen Herausforderungen und zur deutsch-französischen Vorreiterrolle in der internationalen Klimapolitik. Zur anschließenden Podiumsdiskussion begrüßten wir weitere Gäste aus Politik und Wissenschaft. 

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Der Juni ist ein wichtiger Monat im internationalen Klimajahr: Verhandlungsführer:innen und Expert:innen aus aller Welt treffen sich in Bonn für die June Climate Meetings (SB64), um zentrale Themen für die nächste Klimakonferenz COP31 in Antalya, Türkei zu verhandeln. Aufgrund der aktuellen geopolitischen und wirtschaftlichen Lage stehen die Verhandelnden in Bonn allerdings vor einigen Herausforderungen.

Parallel zur SB64 beleuchtete unsere Veranstaltung in Berlin die Rolle von Wissenschaft und internationaler – sowie deutsch-französischer – Zusammenarbeit für den Klimaschutz und brachte Wissenschaftler:innen, politische Akteur:innen und NGOs in den Austausch.

Drei wichtige Impulse aus unserer Veranstaltung: 

  • Wissenschaft muss die Grundlage für die Umsetzung des Pariser Abkommens sowie für klimapolitische Entscheidungen bleiben.
  • Dialog fördert Verständnis und wirkt Desinformation entgegen.
  • Deutsch-französische und multilaterale Zusammenarbeit fördert Maßnahmen im Bereich Klimaschutz und -anpassung.

Emmanuel Suquet, Gesandter der Botschaft Frankreichs in Deutschland, begrüßte die über 40 Gäste aus Politik, Wissenschaft sowie nationalen und internationalen NGOs.

Im Nachgang des Kamingesprächs mit Laurence Tubiana moderierte Alexandra Steinkraus (Advisor bei adelphi, Beratung für Klima, Umwelt und Entwicklung) die Gesprächsrunde mit folgenden Gästen:

  • Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin (SPD) im Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und Nukleare Sicherheit (BMUKN)
  • Prof. Dr. Laurence Tubiana, CEO der European Climate Foundation
  • Thomas Heilmann, Vorsitzender der KlimaUnion und ehemaliges Mitglied des Deutschen Bundestags (CDU)
  • Dr. Kathleen Mar, Leiterin der Forschungsgruppe „Climate Action and Sustainability in National and International Processes“ am am Forschungsinstitut für Nachhaltigkeit | am GFZ (RIFS).

Der Austausch machte deutlich, dass internationale Zusammenarbeit im Klimaschutz nach wie vor unverzichtbar ist. Deutschland und Frankreich können gemeinsam dazu beitragen, dass wissenschaftliche Erkenntnisse weiterhin das Fundament der internationalen Klimapolitik bilden. Auch im Bereich der Umsetzung kann Wissenschaft einen Beitrag leisten. Dabei gewinnen beispielweise auch sozialwissenschaftliche Fragen wie “Wie gewinnen wir Menschen für die Unterstützung politischer Klimamaßnahmen?” in der Analyse der Klimapolitik an Bedeutung. Gerade in einem zunehmend komplexen geopolitischen Umfeld ist es entscheidend, Wissenschaft in wirksame Politik zu übersetzen und Desinformation entschlossen entgegenzutreten.

Expertise

Die Diskussion rund um Klimaschutz und nachhaltige Transformation muss so viele Akteur:innen wie möglich einschließen – Politik, Wirtschaft, NGOs und die Menschen vor Ort. Wir brauchen lösungsorientierte Narrative und einen breiten Zugang zu wissenschaftlichen Erkenntnissen für alle. Deutschland und Frankreich können auf europäischer und internationaler Ebene eine Vorreiterrolle einnehmen, um die Integrität der Wissenschaft zu wahren und den Klimaschutz auf dem Weg zur Klimaneutralität voranzutreiben.