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01.10.2026

Forschungsdaten als strategische Ressource – Wissen und Handlungsfähigkeit sichern

Experten reichen sich ein Mikrofon.
Experten reichen sich ein Mikrofon.
Sören Lorenz (GEOMAR) und Prof. Dr. Frank Oliver Glöckner (AWI) beim KLIMA Lunch
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Helmholtz KLIMA

Beim KLIMA Lunch der Dialog-Plattform Helmholtz KLIMA kamen 20 Mitarbeiter:innen und Referent:innen des Deutschen Bundestages sowie aus Bundesministerien mit Experten der Helmholtz-Gemeinschaft ins Gespräch. Im Zentrum der Veranstaltung stand die Frage, wie wir die Ressource „Umweltforschungsdaten“ sichern und strategisch nutzen können. 

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Forschungsdaten schaffen die Grundlage für evidenzbasierte Entscheidungen und helfen, Veränderungen zu verstehen und einzuordnen. Doch wie lässt sich dieses Wissen langfristig sichern – und welche Strukturen braucht es, damit Forschungsdaten auch unter veränderten technologischen und geopolitischen Rahmenbedingungen verlässlich zugänglich bleiben? Diese Fragen diskutierten unsere Gäste mit zwei Experten der marinen Forschung aus der Helmholtz-Gemeinschaft.

„Freier Zugang zu vielfältigen Forschungsdaten ermöglicht evidenzbasierte Entscheidungen und stärkt Vertrauen und Akzeptanz. Angesichts globaler Veränderungen sollten Abhängigkeiten verringert und Deutschlands Datensouveränität gestärkt werden.“

Portrait von Frank Oliver Glöckner

Prof. Dr. Frank Oliver Glöckner
Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung Bremerhaven (AWI)

„Klimaveränderungen beeinflussen schon jetzt unser Leben. Klimadaten helfen, diese Veränderungen zu verstehen. Infrastrukturen für Klimadaten sollten daher zugänglich, resilient und sicher sein. Deutschlands Beitrag dazu ist von besonderer Bedeutung.“

Portrait von Sören Lorenz

Sören Lorenz
GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

Besonders deutlich wird diese Frage am Beispiel der Meeresforschung. Globale Beobachtungssysteme liefern Daten, die für die Erforschung von Klimaveränderungen und des Erdsystems unverzichtbar sind. Gleichzeitig sind solche Systeme auf internationale Zusammenarbeit und verlässliche Infrastrukturen angewiesen. Veränderungen bei einzelnen Partnern können damit auch Auswirkungen auf die Verfügbarkeit globaler Forschungsdaten haben.

Drei Empfehlungen an die Politik

 

  • Nationale Förderung für langfristige Implementierung resilienter Forschungsdaten-Infrastrukturen
  • International infrastrukturelle Redundanzen fördern – gegen geopolitische Instabilität
  • Führung Deutschlands im Rahmen der internationalen (Klima-) Datenresilienz etablieren

Forschungsdaten sind damit mehr als eine Ressource für die Forschung. Ihre langfristige Verfügbarkeit, Sicherheit und Nutzbarkeit sind eine Voraussetzung dafür, dass Wissenschaft, Politik und Gesellschaft auch unter veränderten technologischen und geopolitischen Rahmenbedingungen auf belastbares Wissen zurückgreifen und handlungsfähig bleiben können.